| Kursnummer | 1802 A |
| Dozent |
Martin Weigelt
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| Datum | Dienstag, 20.10.2026 19:00–20:30 Uhr |
| Entgelt | 8,00 EUR |
| Ort |
VHS im EKZ Bergischer Hof |
Über 13 Breitengrade hinweg erstreckt sich ein Land, in dem unstete Geister rasch zur Ruhe kommen. Nach kurzer Zeit tritt Gelassenheit ein, und man findet sich wieder in einer Landschaft, deren Schönheit in Europa ihresgleichen sucht: bizarre Küsten, senkrecht ins Land geschnittene Täler, gefüllt mit tiefblauem Meerwasser, Gletscher und menschenleere Hochebenen. So unmittelbar und direkt wie in Norwegen erlebt man Natur nur selten.
In Westskandinavien, dem heutigen Norwegen, haben die Gletscher im Laufe der Jahrtausende tiefe, U-förmige Täler ausgehobelt, die bis an die Küste reichen – die Fjorde. Der Lysefjord mit seinen bis zu 1000 Meter aus dem Wasser aufragenden Felswänden zählt zu den überwältigendsten Naturattraktionen Norwegens. Zu den beeindruckendsten Formationen gehören der Kjerag und der bekannte Preikestolen.
Wir besuchen zwei der bekanntesten Wasserfälle Norwegens, den Låtefoss und den Vøringsfoss. Nach Stavanger steht Bergen auf dem Programm. Ein weiteres Relikt der Eiszeit sind die oft gänzlich kahlen, rund geschliffenen Buckel der Schäreninseln, die sich an der norwegischen Atlantikküste, aber auch an den schwedischen Küsten finden. Wir schauen uns die Gletscherzunge Nigardsbreen an.
Die Fahrt durch das Jotunheimen ist heute auf gut ausgebauten Straßen möglich. Doch ich suche die aus früheren Besuchen bekannte Schotterpiste – und habe Glück. Auf der Fahrt zur Dalsnibba machen wir einen Stopp in Lom und besichtigen die Stabkirche. Danach steht Trondheim mit seinem beeindruckenden Dom auf dem Programm. Von dort aus geht es wieder Richtung Süden mit einem Halt im Rondane-Nationalpark.
Auf dem Weg nach Oslo erreichen wir eine fünf Kilometer breite Senke. Geologen fanden heraus, dass es sich um einen Meteoritenkrater handelt. Vor rund 600 Millionen Jahren soll hier ein gewaltiger Brocken mit etwa 270 Metern Durchmesser aus dem Weltraum eingeschlagen sein. Der Meteorit selbst ist nicht mehr nachweisbar, wohl aber seine Auswirkungen.
In Oslo besuchen wir den einzigartigen Vigelandpark. Er ist das Lebenswerk des Bildhauers Gustav Vigeland und umfasst mehr als 200 Skulpturen. Das Wikingerschiffsmuseum, das Rathaus und natürlich das königliche Schloss mit der Touristenattraktion der Wachablösung stehen ebenfalls auf dem Programm.
Entgelt: 8 € (bei Buchung vorab) / 10 € (Abendkasse)