| Kursnummer | 1818 A |
| Dozent |
Bernd G. Schmitz
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| Datum | Dienstag, 31.03.2026 19:00–21:00 Uhr |
| Entgelt | 8,00 EUR |
| Ort |
VHS im EKZ Bergischer Hof |
Beklemmend lautlos kann die Wüste sein und doch auch wieder erfüllt von fremden Geräuschen. Selbst laut zu klingen und zu brüllen wie das Nebelhorn eines Dampfers vermögen Dünen. Die seltsamen Lieder des Sandes werden wohl nie geklärt werden.“
Es ist der Wüstenforscher Alfons Gabriel, der mit solch lyrischen Worten die besondere Atmosphäre der persischen Wüsten beschreibt. Die hat er 1929, 1933 und 1937 zusammen mit seiner Frau ausführlich erforscht und mehrere Bücher darüber geschrieben. Im Iran ist der Name Gabriels deshalb vielen Wüstenfreunden ein Begriff. In Europa ist er heute weitgehend vergessen.
Die ostiranische Dasht-e Lut hat Alfons Gabriel besonders fasziniert. Während andere Entdecker, wie z.B. der Schwede Sven Hedin, nur deren Randzonen bereisten, durchquerte Gabriel diese gleich mehrfach auf unterschiedlichen Routen – immer begleitet von einheimischen Helfern und Dromedaren zum Transport der Ausrüstung. Eine andere Art der Fortbewegung in der Wüste hielt Alfons Gabriel seinerzeit nicht für möglich: „Auch mit neuzeitlichen Fahrzeugen wird der Mensch hier die Natur nicht bemeistern. Die bodengebundenen Verkehrsmittel versagen zwischen Triebsandbergen und Salzsümpfen.“
Die iranischen Teams, mit denen Bernd G. Schmitz unterwegs war, haben es dennoch gewagt und einige der in Gabriels Büchern beschriebenen Plätze in der Dasht-e Lut aufgesucht. In seinem Vortrag stellt der Fotograf deshalb nicht nur den österreichischen Forschungsreisenden vor, sondern berichtet mit eindrucksvollen Lichtbildern auch von seinen eigenen Erlebnissen bei den Durchquerungen der Wüste mit Allradfahrzeugen und der Begegnung mit Belutschen, den Bewohnern der südöstlichen Wüstenrandgebiete. Darüber hinaus gibt es kurze Filmclips, Karten und Satellitenfotos aus und von der Lut zu sehen.
Entgelt: 8 € (bei Buchung vorab) / 10 € (Abendkasse)